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Noch dreister wurde es, als Herr Klaus Borger (Förster und stellv. Landesvorsitzender Bündnis 90/die Grünen im Saarland) behauptet, dass ein Harvester tiefe Fahrspuren auf der Rückegasse hinterlasse und nicht mit naturnaher Waldwirtschaft in Einklang zu bringen ist.
Wenn naturnahe Waldwirtschaft betrieben wird, wie zum Beispiel im Saarforst, ist dieses für Harvesterunternehmen mit sehr hohen Auflagen verknüpft. Jedes Einschlagsunternehmen muss nach RAL zertifiziert sein. Das bedeutet, dass unter anderem jede Forstmaschine mit Bio-Öl betrieben werden und mit mindestens 600 Millimeter breiten Reifen ausgestattet sein muss. Die Standards der beiden Zertifikate PEFC und FSC sind konsequent anzuwenden und werden ständig überprüft.
Forwarder (Tragschlepper) sind Maschinen die das geerntete Holz an die Holzabfuhrwege transportieren. Diese Maschinen dürfen zum Beispiel bei lang anhaltenden Regenschauern nur bedingt eingesetzt werden. Die Waldwirtschaftswege müssen nach Fertigstellung der Holzernte und bei geeigneter Witterung in den Urzustand zurückversetzt werden. Harvester können in einem Radius von bis zu 10 Metern mit einem Kran-/Prozessor-Aggregat Bäume fällen und aufarbeiten, und diese je nach Bestellung der Sägewerke, in verschiedene Längen einschneiden. Wenn das Arbeitsverfahren gewissenhaft eingesetzt wird, so ist dies problemlos mit der naturnahen Waldwirtschaft vereinbar. In Deutschland wird etwa die Hälfte des Einschlages hochmechanisiert geerntet. Ein Wechsel auf motormanuelle Erntemethoden wäre aus Mangel an geeignetem Personal überhaupt nicht mehr zu realisieren.
Im dem Fernsehbericht wurde bewusst nicht darauf hingewiesen dass die Gemeinde Nalbach nicht von SaarForst beförstert wird. Die Gemeinde Nalbach besitzt keine Zertifikate und lässt sich privat beförstern. Die Rückegassenabstände können danach leider frei bestimmt werden. Herr Borger hat Forstwissenschaft studiert und müsste wissen dass man einen Weg nicht irreparabel zerstören kann.
Herr Borger müsste außerdem wissen, dass ein Harvester das Holz nach Werthaltigkeit mittels Rechner besser einteilen kann, als ein Waldarbeiter mit ungenauen Maßbändern. Herr Borger müsste wissen, dass ein Harvester eine reine Aufarbeitungsmaschine ist, also keine Lasten transportiert und somit auch keine Wege zerstören kann. Herr Borger verbreitet wissentlich die Unwahrheit und versucht mit durchsichtigen Methoden durch die „angebliche Waldzerstörung“ Wahlkampf zu führen. Damit beweist dieser Förster fehlende Fachkompetenz, um sich in forstlichen Angelegenheiten äußern zu können. Das ist Wahlkampf mit unfairen Mitteln. Außerdem wird dem Volk Sand in die Augen gestreut.
Der Deutsche Forstunternehmerverband ist jederzeit bereit, durch praktische Beispiele Wald schonende Ernte- und Rückearbeiten vorzuführen.
Hans-Jürgen Narjes (1. Vors. Deutscher Forstunternehmer-Verband DFUV e.V., 29323 Wietze)
Tel. (0 51 46) 16 55
Gerald Wagner (1. Vors. AfL im Saarland e.V., 66450 Bexbach),
Tel. (0 68 26) 56 83
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