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Deutscher Forstunternehmer-Verband e.V.

 

Presse-Mitteilung

Wietze, den 30.04.2009

Wahlkampf mit unfairen Mittel durch den grünen Förster Klaus Borger.

Am Freitag, 24. April. 2009 wurde im SR-Fernsehen ein Beitrag zum Thema „Verwüstung des Waldes“ gesendet. Dabei wurde der Einsatz von Forsttechnik wissentlich falsch dargestellt und unter anderem behauptet, dass Holz, welches von Harvestern (Erntemaschinen), also hochmechanisiert eingebracht wird, für die Sägeindustrie unbrauchbar sei.

Noch dreister wurde es, als Herr Klaus Borger (Förster und stellv. Landesvorsitzender Bündnis 90/die Grünen im Saarland) behauptet, dass ein Harvester tiefe Fahrspuren auf der Rückegasse hinterlasse und nicht mit naturnaher Waldwirtschaft in Einklang zu bringen ist.

Wenn naturnahe Waldwirtschaft betrieben wird, wie zum Beispiel im Saarforst, ist dieses für Harvesterunternehmen mit sehr hohen Auflagen verknüpft. Jedes Einschlagsunternehmen muss nach RAL zertifiziert sein. Das bedeutet, dass unter anderem jede Forstmaschine mit Bio-Öl betrieben werden und mit mindestens 600 Millimeter breiten Reifen ausgestattet sein muss. Die Standards der beiden Zertifikate PEFC und FSC sind konsequent anzuwenden und werden ständig überprüft.

Forwarder (Tragschlepper) sind Maschinen die das geerntete Holz an die Holzabfuhrwege transportieren. Diese Maschinen dürfen zum Beispiel bei lang anhaltenden Regenschauern nur bedingt eingesetzt werden. Die Waldwirtschaftswege müssen nach Fertigstellung der Holzernte und bei geeigneter Witterung in den Urzustand zurückversetzt werden. Harvester können in einem Radius von bis zu 10 Metern mit einem Kran-/Prozessor-Aggregat Bäume fällen und aufarbeiten, und diese je nach Bestellung der Sägewerke, in verschiedene Längen einschneiden. Wenn das Arbeitsverfahren gewissenhaft eingesetzt wird, so ist dies problemlos mit der naturnahen Waldwirtschaft vereinbar. In Deutschland wird etwa die Hälfte des Einschlages hochmechanisiert geerntet. Ein Wechsel auf motormanuelle Erntemethoden wäre aus Mangel an geeignetem Personal überhaupt nicht mehr zu realisieren.

Im dem Fernsehbericht wurde bewusst nicht darauf hingewiesen dass die Gemeinde Nalbach nicht von SaarForst beförstert wird. Die Gemeinde Nalbach besitzt keine Zertifikate und lässt sich privat beförstern. Die Rückegassenabstände können danach leider frei bestimmt werden. Herr Borger hat Forstwissenschaft studiert und müsste wissen dass man einen Weg nicht irreparabel zerstören kann.

Herr Borger müsste außerdem wissen, dass ein Harvester das Holz nach Werthaltigkeit mittels Rechner besser einteilen kann, als ein Waldarbeiter mit ungenauen Maßbändern. Herr Borger müsste wissen, dass ein Harvester eine reine Aufarbeitungsmaschine ist, also keine Lasten transportiert und somit auch keine Wege zerstören kann. Herr Borger verbreitet wissentlich die Unwahrheit und versucht mit durchsichtigen Methoden durch die „angebliche Waldzerstörung“ Wahlkampf zu führen. Damit beweist dieser Förster fehlende Fachkompetenz, um sich in forstlichen Angelegenheiten äußern zu können. – Das ist Wahlkampf mit unfairen Mitteln. Außerdem wird dem Volk Sand in die Augen gestreut.

Der Deutsche Forstunternehmerverband ist jederzeit bereit, durch praktische Beispiele Wald schonende Ernte- und Rückearbeiten vorzuführen.

Hans-Jürgen Narjes (1. Vors. Deutscher Forstunternehmer-Verband DFUV e.V., 29323 Wietze)
Tel. (0 51 46) 16 55
Gerald Wagner (1. Vors. AfL im Saarland e.V., 66450 Bexbach),
Tel. (0 68 26) 56 83

Hintergrund:

Zum Deutschen Forstunternehmerverband (DFUV) in Kürze:

Seit dem Jahr 1979 arbeitet die Arbeitsgemeinschaft forstwirtschaftlicher Lohnunternehmer Niedersachsen e.V. (AfL) an der Organisation des Berufsstandes der Forstunternehmer. In der Folge sind bislang weitere 11 Landesverbände und als Dachorganisation der Deutsche Forstunternehmer-Verband e.V. (DFUV) entstanden. Unter anderem mit Richtpreistabellen für die Holzernte und das Holzrücken, mit Stücklohnlisten, einem kompletten Berufsbild, mit Aus- und Fortbildungsangeboten sowie mit der Etablierung der organisierten Forstunternehmer hat die beharrliche Verbandsarbeit über die Jahre dem gesamten Berufsstand ein Gesicht verliehen. Die organisierten Unternehmer haben sich als kompetente Partner für den öffentliche und private Waldbesitzer empfohlen. Alles in allem verfügen sie bundesweit zurzeit über zirka 600 Forstschlepper, 500 Harvester sowie 800 Forwarder und beschäftigen rund 10.000 Mitarbeiter. Mit dieser Leistungskraft ernten sie bundesweit jährlich etwa 26 Millionen Festmeter Holz- und Energieholz.

 

 

 

 

 

 

 

 

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